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Montag, 17. Juni 2013

Vorbericht Hells Pleasure


Der Sommer dieses Jahr scheint recht mau zu werden, ganz im Gegensatz zu den
dazugehörigen Festivals! Ein verstecktes Juwel ist auch dieses Jahr das Hell's Pleasure Metalfest. Für jeden Liebhaber des Doom, Death, Black und Heavy Metal geht es am 19/20.07.2013 erneut zur Motorcross Strecke in Pößneck.
Für lockere 40 € VVK (auf 888 Stück limitiert) bzw. 48 € (AK) erwarten euch dort folgende Bands:
Acid King
Amulet
Antaeus
Attic
Bölzer
Chaos Echoes
Cruciamentum
Dead Lord
Electric Wizard
Hobbs' Angel of Death
In Solitude
Necros Christos
Portal
Repulsion
Satan
Svartidauði
The Gates of Slumber
Verminous
Vomitor
Vorum
Zusammenfassung:
Wann? 19. - 20.07.2013
Wo? Motocross-Strecke Pößneck, 07381 Pößneck/Schweinitz
Vorverkauf: Wochenendticket 40,00 € (inkl. Porto und Gebühr)
Abendkasse: Wochenendticket 48,00 €
Tageskarten: (jeweils 19. oder 20.07.): 30,00 €
Weitere Infos zum Festival und Tickets gibt es hier
Jacqueline Eckert  

Montag, 6. Mai 2013

Cathedral – The Last Spire (CD-Review)


Label: Rise Above Records
Spieldauer: 58:05
Release: Bereits erschienen
Genre: Doom Metal
Tracklist:
1. Entrance To Hell
2. Pallbearer
3. Cathedral Of The Damned
4. Tower Of Silence
5. Infestation Of Grey Death
6. An Observation
7. The Last Laugh
8. This Body, Thy Tomb


Hätte mir vorher jemand gesagt, dass CATHEDRAL zu ihrem Abschied nochmal so massiv aufdrehen – ich hätte es nicht geglaubt. Nach dem fantastischen Hippie-Doppelalbum „The Guessing Game“ mit seiner warmen, meist entspannten Grundstimmung kommt bereits das seinem Namen alle Ehre machende Intro 'Entrance Of Hell' einem Donnerschlag auf die Erwartungshaltung der HörerInnen gleich, der spätestens beim brillanten, zwischen blöartiger Vertracktheit, Wahnausrufen, morbiden Akustikgitarren und stimmungsvollen Bläsern schwankenden Zwölf-Minuten-Opener 'Pallbearer' in die Knie geht. „Ich mochte Happy-Ends noch nie“, kommentiert Lee Dorrian im Promozettel, und gibt damit die Marschrichtung für das Abschiedsalbum seiner Band vor.
Dabei ist neben der neuen (teilweise an ältere Zeiten erinnernde) musikalischen und textlichen Ausrichtung der Band vor allem das schwindelerregend hohe Niveau des Songwritings auffällig – „The Last Spire“ ist keine Archivräumung, sondern eines der besten Alben, die CATHEDRAL je abgeliefert haben. Die schweren Gitarren riffen sich durch Volltreffer am laufenden Band, Dorrian deklamiert am Rande der Zurechnungsfähigkeit und singt herrlich grob und ungekünstelt, der pumpende und scheppernde Bass zerfleddert alles und jeden und die Drums sind kraftvoll wie Dampfhämmer, dass einem die Felle und Becken nur Lied tun, ein wuchtiger Gesamtsound entsteht, wird aber immer wieder von unerwarteten Breaks unterbrochen. Die Briten machen es ihren Fans nicht einfach, können sich das aber leisten, da die dichte Atmosphäre sofort gefangen nimmt und vom Weghören abhält – der Traum eines jeden Künstlers.
Highlights auszuwählen fällt schwer, dennoch gibt es zwei Songs, die unbedingt hervorgehoben werden müssen. Das sind (neben dem bereits erwähnten 'Pallbearer') das mittig liegende Doppelpack 'The Tower Of Silence' und 'Infestation Of Grey Death', die neben der bedrückenden und quälenden Atmosphäre zudem die besten Refrains aufweisen. Letzterer nimmt zudem eine interessante Wendung zur Mitte hin. Dennoch: Zum Reinhören eignet sich jeder Song.
Fazit: Ein würdiger Grabgesang und eine Pflichtveranstaltung für alle Doomfans.
9,0
Felix Patzig

Mittwoch, 28. November 2012

Monads – Intellectus Iudicat Veritatem (CD-Review)


Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 54:25
Veröffentlichung: Bereits erschienen
Genre: Funeral Doom
Tracklist:
  1. The Stars Are Screaming
  2. Broken Gates to Nowhere
  3. Within the Circle of Seraphs
  4. The Obsolete Presence
  5. Absent as in These Veins

MONADS gibt es seit 2011, und mit „Intellectus Iudicat Veritatem“ haben die Belgier ein beeindruckendes erstes Lebenszeichen von sich gegeben, mit dem sie sich hinter den Genrehelden absolut nicht verstecken müssen. Schwer wie Blei, dunkel wie eine mondlose Nacht und dreckig wie ein verwüstetes und geschleiftes Dorf kriechen fünf Songs unbarmherzig aus den Boxen und erdrücken den Hörer mit ihrer Macht. Dunkle Harmonik, hintergründige Melodien, stumpf-sadistische Gitarren und gequälter, suizidaler Gesang ergänzen sich zu einem perfekten Angriff auf die Nervenenden der Hörer, die nur hin und wieder von ruhigen, besinnlichen Passagen unterbrochen werden.

Dabei machen MONADS bereits jetzt so ziemlich alles richtig – sie verwenden genug Melodie, um den Sound nicht abstumpfen zu lassen, aber nicht so viel, als dass er verweichlichen würde, sie lassen dem Sound viel Raum in der Tiefe, bleiben dabei aber noch relativ differenziert. Darin erinnern sie an die eigentlich fast unerreichbaren Ahab, flechten aber ab und an Schwarzmetall-Elemente in ihren Sound ein und klingen deshalb auch etwas bösartiger. Perfekt darauf abgestimmt ist der Sound, der den Hörer erdrückt, aber genug Platz für die kleinen Details lässt (etwa der tollen Bassarbeit in 'The Obsolete Presence') und die Arrangements in jedem Fall unterstützt.

Langsam und bedächtig zieht diese CD ihre Hörer in ihren finsteren, fauligen Schlund, und mit jedem Durchgang erlischt der Widerstand mehr und mehr. Ich finde nur wenig Ansatz für Kritik in diesem Meisterwerk, und es wird für MONADS eine Herausforderung sein, dieses Niveau wieder zu erreichen. In jedem Fall: Wer auf Doom steht, wer was für finstere Klänge übrig hat, wer ordentlich Bass in seiner Anlage hat und diesen schon lange mal so richtig ausfahren wollte, wer keine Angst vor überlangen Songs hat, der/die/das muss unbedingt in „Intellectus Iudicat Veritatem“ hereinhören – und danach wie hypnotisiert in sein Mailfach gehen und die CD bestellen.

9,5/10

Felix Patzig

Freitag, 21. September 2012

Saint Ivo - Doomestication (CD-Review)



Saint Ivo - Doomestication
Label: Ván Records
Spieldauer: 29:20
Release: Bereits erschienen
Bandseite: Zu oldschool für's Internet
Genre: Doom Metal
Tracklist:
  1. Sacrifice Your Bodies
  2. Spells of the Untamed
  3. The Iron Truth
  4. Dark Side of Evil
  5. Welcome the Horned Lord of Nazarene
  6. Let the Demons Have Shelter
  7. Athend
Wer schon immer mal die Langsamkeit entdecken wollte, sollte die „Doomestication“ anstreben, die langgezogenen Debüt-EP von SAINT IVO. Nicht, dass die irgend etwas grob anders machen würden als viele andere Bands. Auch sind sie längst nicht das Downtempo-lastigste, was der Markt zu bieten hat und verhalten sich zu Bands wie z.B. Ahab immer noch wie Schildkröten zu Schnecken. Das ändert aber nichts daran, dass SAINT IVO ihren Doom mit viel Gefühl und noch mehr Geduld zelebrieren – und dass sie tatsächlich mit abnehmenden Tempo immer besser werden.
Gut Doom will also mal wieder Weile haben, und so ist der Kern ein schleppendes Schlagzeug, das von einem unauffälligen Bass unterstützt wird. Die Gitarren dagegen kombinieren unaufgeregt die klassische Schule mit einem Schuss Funeral Doom und erinnern dabei auffällig häufig an Electric Wizzard. Das Salz in der Suppe ist allerdings der schwer feierliche Gesang, der gerne mal etwas abseits der Spur läuft und in seiner Eigenwilligkeit wie eine Mischung aus Griftegard und cleanen Bathory klingt. Im Hintergrund dicken dann noch Orgelklänge u.ä. das Klangbild von Zeit zu Zeit ein bisschen an. So weit so gut, doch hier tritt auch das größte Manko zu Tage: Den Gitarren fehlt definitiv ein bisschen Masse, vor allem in der Tiefe.
Davon abgesehen ist die Produktion aber definitiv was für Gourmets. Absolut unperfekt und in eine angenehmen Rauheit gekleidet, springt sie einem trotzdem nicht direkt ins Gesicht, sondern lässt dem Hörer Zeit und Raum zur Entspannung. Hervorgehoben werden muss noch das stimmungsvolle Cover, das vermutlich vor allem in der Vinylversion richtig was hermacht und somit gut zur Musik passt. Zum Reinhören empfehle ich 'Let The Demons Have Shelter' und 'The Iron Truth', Doomheads wissen aber eh, was zu tun ist.

Fazit: Gutes Genrefutter und eine angenehme Entspannung zwischen dem ganzen Geballer.

7,5/10

Review von Felix Patzig