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Donnerstag, 22. Dezember 2011

Hatefest 2011 - C-Club Berlin (Live Bilder)



Auf unserer Facebookseite findet ihr ab sofort alle Bilder vom HATEFEST 2011 Berlin.

15.12.2011 KATAKLYSM + TRIPTYKON + MARDUK + MILKING THE GOATMACHINE + AZARATH + LOST DREAMS
C-Halle Berlin

Fotos von PHRENETICA Photography & Design

Dienstag, 22. November 2011

Verlosung - 2x2 Freikarten für Ghost


Mit freundlicher Unterstützung von Trinity Music verlosen wir 2 x 2 Tickets für das GHOST & IN SOLITUDE Konzert am 24.11.2011 im Festsaal Kreuzberg Berlin.

"Mit der schwedischen Formation Ghost erlebt das Genre des Black Metal derzeit eine neue Sensation. Sechs namenlose Musiker in Masken und schweren Umhängen verbreiten seit Oktober mit ihrem Debütalbum „Opus Eponymous“ die Botschaft des Teufels und reagieren nach eigenen Aussagen so auf den „allgemeinen Verlust von Menschlichkeit“. Ihre selbst geschaffenen satanischen Verse sollen verlorenen Seelen Halt geben und ein Verständnis von der Welt vermitteln. Neben ihrer Tournee im Vorprogramm von In Flames werden Ghost am 24. November in Berlin eine exklusive Solo-Show spielen."

Wenn ihr gewinnen wollt, solltet ihr uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Ghost" und deinem kompletten Namen an verlosung@berlin-metal.de bis zum 23.11.2011 schicken!

Die Gewinner werden von uns schriftlich benachrichtigt. Allen BML Mitarbeitern ist es untersagt an der Verlosung teilzunehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eventinfo:
Ghost + In Solitude

Datum:24.11.2011
Ort:

Festsaal Kreuzberg
Einlass:20:00
Beginn:21:00

Tickets gibt es hier!

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Inquisition - Live Review K17 Berlin


Berlin, K17 Konzertbericht – 30.9.2011
Inquisition, Revenge, Corpus Christi, The Stone

Inquisition gehört nicht gerade zu den Black Metal Bands, die sich live rar machen – eine löbliche Ausnahme zu vielen anderen hochklassigen Acts des Genres. Die Rechnung geht rein vom Publikumsinteresse her auf – das Konzert ist gut besucht und trotz der durchaus bekannten und vom Publikum geschätzten Vorbands ist der Headliner heute der übermächtige Fokus, um den sich alles zu gruppieren hat. Viele Leute laufen in Inquisition Merch rum, und bereits früh ist erkennbar, das die Vorbands kaum mehr als ein netter Zusatz sind. Am Shirtstand ist, wie bei Black Metal Konzerten üblich, alles im grünen Bereich – für den Preis, für den hier Shirts, Cd's und Vinyl über den Tresen gehen, bekommt man von Maiden oder Slayer noch nicht einmal einen Einwegbecher lauwarmes Wasser.

Bei THE STONE läuft es nicht so richtig rund. Der Sound ist verwaschen, das Publikum reserviert. Die üblichen K17 Ausgangsbedingungen, aber THE STONE sind heute auch wirklich nicht mehr als ein mäßig solider Anheizer. Performance und Songmaterial wirken austauschbar, der mitreißende Moment fehlt komplett. Ab und an kommt dann doch noch mal ein kalt klirrendes Riff oder ein gelungener Gesangseinsatz, aber im Großen und Ganzen bleiben THE STONE verzichtbar.

Das ist bei CORPUS CHRISTI nicht anders. Wer mehr als solides Genrefutter sucht, wird hier nicht fündig werden. Das sind, nimmt man die Publikumsreaktionen zum Maßstab, erstaunlich viele Leute, viel mehr jedenfalls, als beim qualitativ eher noch schwächeren Kings Of Black Metal Gig. Immerhin fangen sich CORPUS CHRISTI noch und schaffen in der Performance eine gewisse Klasse zu erreichen, die zumindest zeitweise über das arg durchschnittlich geratene Songmaterial hinweghilft. Ein solider Gig, der sicher seine Freunde gefunden hat, aber heute Abend kaum mehr als ein Nebenschauplatz ist.

REVENGE sind heute die Technikfraktion und nerven damit ganz gewaltig. Mit mehr oder weniger sinnfrei aneinandergereihten Songfragmenten versuchen sie gewaltige Necropolen zu errichten, können aber zu keinem Moment darüber hinwegtäuschen, das ihre finsteren Klangbauwerke nicht von einem meisterhaften Baumeister gut durchdacht zusammengesetzt sondern mit dem Katapult mäßig gezielt und in der Zufallsreihenfolge aufeinander geschossen wurden. Das kann man evil, true oder authentisch nennen – ich nenne es dilletantisch und überambitioniert. Da die Musiker ihre Instrumente durchaus beherrschen, wäre vielleicht ein kleiner Schritt zurück ganz sinnvoll, um sinnvolles Arrangieren zu lernen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht gewünscht – ich wünsche mir diese Band jedenfalls aus meinem Aufmerksamkeitsfeld raus.

Wie bereits erwähnt, sieht man INQUISITION doch recht regelmäßig – umso überraschter bin ich über den tiefschwarzen Sturm, der mir entgegen weht. Ist das wirklich dieselbe Band? Versteh mich keiner falsch, die Amis waren schon immer eine klasse Liveband. Dagon ist so ziemlich der unterbewertestete Klampfer im Black Metal. Seine Riffs schwanken zwischen messerscharfen Thrashattacken und schon regelrecht symphonischen Spiel, das locker zwei bis drei Gitarren anderer Bands ersetzt. Seine Gesangsleistungen sind dabei genauso über jeden Zweifel erhaben wie Incubus Drumming – es fällt dem Duo nicht schwer, ihre Mammutkompositionen auch zu zweit ohne technische Hilfe umzusetzen. Das ist beeindruckend, aber lediglich das Fundament. Das kennt und mag man, genau wie die Songs der beiden. Trotzdem, heute ist irgendetwas anders als bei vielen anderen Auftritten, ein Quäntchen finstere Brillanz, das diesen Auftritt unvergesslich werden lässt. Das ist kaum zu erklären, aber mitreißender waren INQUISITION selten! Und das reicht als Fazit.

Review von Felix Patzig

Dienstag, 4. Oktober 2011

Berlin Allstarz - Es geht in die 14. Runde!


Wir freuen uns sehr, denn das BERLIN ALLSTARZ FESTIVAL dieses Jahr erneut stattfinden! Hier alle Infos des Newsletters auf einem Blick!

Zum nunmehr 14. Mal starten wir das BERLIN ALLSTARZ FESTIVAL. Mit vielen neuen Gesichtern im Team und einem nicht müde werdenden Ehrgeiz, die größte Musikerparty des Universums zu feiern. Jetzt heißt es wieder: Alles auf Null und freuen aufs Ergebnis am 17.12. im SO36!

Die Themen:

- Neues Team
- Songvoting / Songlist
- Musikeranmeldung
- MemberCard Infos
- Termine
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Neues Team

Unser Aufruf war erfolgreich. Nach vielem Hin und Her steht das diesjährige Organisationsteam rund um das BERLIN ALLSTARZ Festival und stürzt sich in die Arbeit. Auf www.berlin-allstarz.de unter „TEAM“ findet ihr in den nächsten Wochen jeden einzelnen Mitstreiter mit seinem Bereich. Die Liste wird bis zum Festival kontinuierlich erweitert, wenn z.B. auch die Live- und Bühnencrew dazukommen. Falls ihr eins der Teammitglieder demnächst irgendwo in einem Club oder ähnlichem trefft, dann gebt ihm/ihr ruhig mal einen aus. Denn wie gehabt arbeitet jeder beim BERLIN ALLSTARZ ehrenamtlich und die einzige Motivation ist eure Anerkennung und der Spaß an der Sache. Wir heißen an dieser Stelle alle „Neuen“ herzlich willkommen und freuen uns auf ein historisches BERLIN ALLSTARZ 2011!
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Songvoting / Songlist

Über unser Songvoting habt ihr ab heute die Möglichkeit, den DJs Songs zur Übernahme in die Songlist der Musiker vorzuschlagen. Die Platzierung spielt dabei zwar eine wichtige aber nicht die Hauptrolle. Selbstverständlich beeinflusst die DJs ein besseres Ranking, sie entscheiden aber letztendlich selber, welche eurer Vorschläge übernommen werden. Platz 1 kann also, wenn‘s doof läuft, auch abgelehnt werden. Das ist nötig, um ein ausgewogenes Programm auf die Bühne zu bringen.

Das Songvoting geht vom 03.10.11. bis 24.10.11. In diesem Zeitraum werden jeweils montags die besten Vorschläge in die Songlist der Musiker übernommen, aus dem Voting gestrichen und sind nicht mehr sichtbar. Gleichzeitig setzen wir für alle verbliebenen Songs die Votes wieder auf Null, damit sie erneut die Chance haben, nach oben zu wandern und von den DJs verstärkt wahrgenommen zu werden.

Das Songvoting findet ihr hier.
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Musikeranmeldung

Wer beim 14. BERLIN ALLSTARZ Festival als Musiker teilnehmen möchte, der geht in folgenden Schritten vor (Kurzform):

Falls noch nicht angemeldet:

Auf www.berlin-allstarz.de auf „Sign Up“ klicken, alles ausfüllen und abschicken

Ansonsten:
  • Auf „Member Area“ klicken und einloggen
  • Ab 10.10.11 auf „Songlist“ gehen und an den gewünschten Positionen Haken setzen
  • Wenn ein Line Up komplett ist, über unseren Messenger untereinander kontaktieren
  • Treffen, proben, proben, proben…
  • Die Generalprobe erfolgreich bestehen
  • Das 14. BERLIN ALLSTARZ Festival rocken
In der Member Area findet ihr ausführliche FAQs für Musiker, die genauer auf alle Punkte zum Festival eingehen. Sollten Fragen offen bleiben, scheut euch nicht zu fragen: contact@berlin-allstarz.de
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MemberCard Infos

Immer mal wieder werden wir gefragt, was man eigentlich mit der BERLIN ALLSTARZ MemberCard anfangen kann. Die Antwort darauf ist dann regelmäßig der Hinweis auf den geschlossenen Bereich unserer Webseite. Loggt euch einfach in die MEMBER AREA auf www.berlin-allstarz.de ein und klickt anschließend den Punkt MEMBERCARD. Dort gibt es dann alle aktuellen Deals zu sehen. So wie aktuell das Tribute to Metallica, gibt es aber auch unregelmäßig mal einen Special-Deal, den wir dann immer als News auf der Startseite posten.

Um auch für das kommende Jahr 2012 coole Deals abschließen zu können, möchten wir allen aktuellen - und selbstverständlich kommenden - Besitzer_innen der MemberCard den Einsatz eurer Karte bei unseren Partnern ans Herz legen, damit sie uns auch weiterhin supporten.

Wenn euch in diesem Zusammenhang eine Firma einfällt, die wir für einen neuen MemberCard Deal unbedingt kontaktieren sollten, dann informiert bitte lisa@berlin-allstarz.de darüber. Natürlich hilft es Lisa immer, wenn ihr auch einen (persönlichen) Kontakt des potentiellen, neuen Partners habt. Sollte dem nicht so sein, werden wir natürlich trotzdem versuchen, einen neuen Deal einzufädeln.
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Termine
Hier findet ihr alle bisher feststehenden Festivaltermine 2011 im Überblick:

03.10.11 /Mo Start 1. Runde Songvoting
10.10.11 /Mo Start 2. Runde Songvoting
17.10.11 /Mo Start 3. Runde Songvoting
24.10.11 /Mo letzte Übernahme aus dem Songvoting
03.12.11 /Mo WarmUp Party im Pfefferberg Haus13
17.12.11 /Sa 14. BERLIN ALLSTARZ Festival im SO36

Euer BERLIN ALLSTARZ Team

Montag, 19. September 2011

Verlosung - 2x2 Freikarten für Subway To Sally


Mit freundlicher Unterstützung von Trinity Music verlosen wir 2 x 2 Tickets für das SUBWAY TO SALLY Konzert am 25.10.2011 im Huxleys Neue Welt Berlin.

"Das am 23. September erscheinende neue Studioalbum von SVBWAY TO SALLY, „Schwarz In Schwarz“ wirft seine Schatten voraus: Vergangene Woche wurde das Werk im Rahmen einer Listening Session zum ersten Mal der Presse präsentiert. Angst vor Dunkelheit oder mystischen Vorzeichen durften die geladenen Journalisten dabei nicht haben: das Event fand getreu dem Albumtitel in einem verdunkelten Gemäuer in der Heimatstadt der Band, Potsdam, statt – am exakt gleichen Tag, an dem über Deutschland der sogenannte „Blutmond“ thronte. Es waren zwei Spektakel der Extraklasse an einem Abend: am vergangenen Mittwoch stellten die Mittelalter Rocker von SVBWAY TO SALLY erstmals die Songs aus ihrem neuen Album „Schwarz In Schwarz“ vor. Nur wenige Momente, nachdem die Presse erstmals den brandaktuellen Stücken lauschen konnte, fand am Nachthimmel über Potsdam die längste Mondfinsternis seit zehn Jahren statt, bei der die Erde ihren kosmischen Begleiter für mehrere Minuten verdunkelte. Der sogenannte „Blutmond“ hüllte Potsdam und seinen Nachthimmel in ein gespenstisches Licht. „Schwarz In Schwarz“ wurde damit von einem gebührenden und passenden Naturschauspiel begleitet. Der Name des Albums geht auf Erlebnisse ihres letzten Festivalsommers zurück. Die Band spielte als Headliner auf dem Summer Breeze Festival, und auf dem Meer aus Fans der schwarzen Szene trieben die Crowdsurfer wie Boote hin und her. Schwarz In Schwarz ist mehr als ein Albumtitel, es ist ein Bekenntnis zur schwarzen Szene, der sich die Band auch nach den letzten kommerziellen Erfolgen stark verbunden fühlt. Es ist ein Album ohne Kompromisse. Es spiegelt die ganze Vielfalt des Universums SVBWAY TO SALLY wider und lotet die menschliche Seele in ihrer ganzen Tiefe aus. So unberechenbar und spannend waren die Altmeister des Mittelaltermetal seit „Hochzeit“ nicht mehr. Das Jahr 2011 steht ganz im Zeichen der Veröffentlichung des 11. Studioalbums, das erste, das auf dem eigenen Label erscheinen wird. Nach Erscheinen des Albums am 23. September wird sich SVBWAY TO SALLY nicht lange bitten lassen und im Oktober und Dezember Deutschland, Österreich und die Schweiz mit einem brandneuen Bühnenprogramm bereisen, welches alle bisherigen in den Schatten stellen wird."

Wenn ihr gewinnen wollt, solltet ihr uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Subway To Sally" und deinem kompletten Namen an verlosung@berlin-metal.de bis zum 20.10.2011 schicken!

Die Gewinner werden von uns schriftlich benachrichtigt. Allen BML Mitarbeitern ist es untersagt an der Verlosung teilzunehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eventinfo:

Subway To Sally
+ Nachtgeschrei

Datum:25.10.2011
Ort:

Huxleys Neue Welt
Einlass:20:00
Beginn:21:00

Samstag, 17. September 2011

Aura Noir - Live Review The Ace Berlin


Berlin, The Ace Konzertbericht – 13.09.2011
Aura Noir, Occulta, Division Speed

Es ist schön, zu sehen, dass die Monopolstellung des K17 für Black Metal Konzerte in Berlin langsam aber sicher verschwindet und auch andere Clubs in den Genuss von namhaften Acts aus diesem Genre kommen. Das ACE ist, was das angeht, definitiv eine Empfehlung wert, denn das Hinterhofschuppenambiente passt perfekt zum rauen, schmutzigen Charakter der Musik, die optische Dekoration lässt aber auch die klassischen Genres nicht vergessen, und im Hintergrund hört man gerne mal Motörhead oder uralte Kreator. Der Sound ist im Durchschnitt kein Glanzsound, aber immerhin ausgewogen und nicht zu basslastig – das hat man in anderen Clubs viel schlimmer.

Guter Sound ist aber gerade beim heutigen Package grob überbewertet. Immerhin reden wir hier über Musik in der Schnittmenge zwischen Black und Thrash Metal in ihrer rauen, ungeschliffenen Urform, weshalb der Holzhammer heute gegenüber dem Skalpell ganz klar überpräsent ist. Spielfreude statt Feinmechanik, Riffgewitter statt Melodien und Blastbeats statt Jazzfills – das ist das, was heute gefordert und geboten wird. Auch außerhalb der Bühne merkt man den Undergroundcharakter der Veranstaltung: CD's und Shirts sind spottbillig und die Musiker mischen sich ganz ungeniert unter das Publikum, teilweise gehen sie bei den gerade spielenden Bands am meisten ab. So soll es sein!

Ein Freund von DIVISION SPEED werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Rumpelthrash schön und gut, aber die Riffs und Strukturen treiben gerne mal in Richtung Einfältigkeit. Es gibt nun mal einen Unterschied zwischen minimalistisch (wertfreie Umschreibung) und dilletantisch (qualitative Einschätzung). Wer allerdings was mit der Keule aufs Maul haben will, das die Zähne nur so splittern, ist bei den heute schon fast Heimvorteil genießenden Sachsen genau richtig. Und, alles was Recht ist, DIVISION SPEED haben im kleinen Club zumindest Ausstrahlung und reißen das Publikum mit. Mit dem Bühnengraben der Festivals verschwindet auch die Distanz zwischen Musikern und Publikum, was der Band spürbar gut tut. Zum letzten Song gibt es noch einen Sänger- und einen Gitarristenwechsel, der vor allem im Gesangsbereich definitiv ein Gewinn ist.

OCCULTA könnten danach sowas wie die Kritikerlieblinge sein, denn obwohl sie tatsächlich aus Berlin kommen, haben sie zwar sehr viel weniger Zuspruch als DIVISION SPEED, sind musikalisch aber die stärkste Band des Abends. Sie bringen einen Schuss Exzentrik in ihre Musik und ihr Auftreten, der immer wieder an Megadeth erinnert. Der Bass brummt mehr als das er donnert und spielt eine dominante Rolle im Sound, Schlagzeug und Gitarre werden interessant gespielt und laden durchaus dazu ein, auch einmal genauer hin zu hören, ohne dabei tatsächlich vertrackt zu werden. Dazu ein Sänger, dessen Ansagen zwar zu vernachlässigen sind, der aber mit sehr viel Energie und Engagement an seine Performance herangeht – musikalisch wie optisch. Und so taut das Publikum auch nach und nach auf und gibt OCCULTA doch noch den Zuspruch, der dieser Band zusteht. Kultig: Sänger und Gitarrist verlassen bereits während des letzten Songs die Bühne und stellen damit die Rhythmusfraktion ins Zentrum der Aufmerksamkeit, was dieser spürbar gut tut.

Der Headliner und unangefochtene Platzhirsch, was die Publikumsreaktionen angeht, ist dann aber doch AURA NOIR. Es ist voll, es ist verschwitzt und das Publikum hat Bewegungsdrang. Und auch AURA NOIR haben richtig Bock und schwanken stimmungsmäßig zwischen den Aggressionen vom Bassist/Sänger Apollyon und der rock'n'rolligen, an Vollbeat erinnernden Coolness von Sänger/Gittarist Aggressor. So wird der garstige Black Metal der Band auch immer wieder mit Rock'n'Roll artigen Einschüben aufgelockert, was das ganze abwechslungsreich und spannend macht. Experimente sind erwünscht und respektiert, die Grundformel wird aber nicht verwässert. Die anderen beiden Bandmitglieder sind zumindest auf der Bühne eher farblos, aber definitiv fähige Musiker, die ihren Teil zum Sound beitragen. Der bringt das Publikum komplett zum Ausrasten, und es verwundert auch niemanden so recht, das alle am Ende der Show tierisch verschwitzt sind und die Shirts von AURA NOIR guten Absatz finden.

Fazit: Ein rundes Package, das viel Spaß gemacht hat.

Review von Felix Patzig

Montag, 12. September 2011

Verlosung - 2x2 Freikarten für Aura Noir


In Zusammenarbeit mit Death From Berlin Booking verlosen wir 2x2 Freikarten für das AURA NOIR Konzert am 13.09.2011 im THE ACE.

Wenn ihr gewinnen wollt, solltet ihr uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Aura Noir" und deinem kompletten Namen an verlosung@berlin-metal.de bis zum 13.09.2011! Die Verlosung endet um 12 Uhr Mittags.

Die Gewinner werden von uns schriftlich benachrichtigt. Allen BML Mitarbeitern ist es untersagt an der Verlosung teilzunehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eventinfo:
Aura Noir + Occvlta + Division Speed
Datum:13.09.2011
Ort:

The Ace
Einlass:20:00

Donnerstag, 8. September 2011

Gamma Ray, Bullet und Crucified Barbara für Lau in Berlin


Liebe Metalgemeinde!

Wir suchen für ein Konzert mit GAMMA RAY, BULLET und CRUCIFIED BARBARA jede Menge Fans die einen geilen Abend haben wollen!

Das Konzert wird im Rahmen einer ZDF.Kultur Sendung aufgezeichnet und wisst ihr was?

Das Konzert ist für Umme! Nix! Nada!


Also alle hin mit euch.
Hier findet ihr alle Infos und den Link zu der Gästeliste.

18.09.2011 - Gamma Ray, Bullet,Crucified Barbara
Trafo Berlin

Alle Infos gibs auf motor.de

Sonntag, 28. August 2011

Vanderbuyst - Live Show im White Trash Fast Food Berlin

Nach unserem legendärem Abend mit The Devil's Blood kehrt die Berlin Metal Legion in das White Trash Fast Food in Berlin zurück! Diesemal gibt es eine extra geile Show mit den Holländern von VANDERBUYST!

Wer VANDERBUYST noch nicht kennt sollte sich schämen und schnellstens die Lauscher aufstellen! Kaum eine andere Hardrockband konnte im letzten Jahr so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen wie diese 3 Jungs und wer sie schon mal live erlebt hat, weiß was wahre Bühnenmagie bedeutet. Vorallem Gitarrist Willem Verbuyst ist dafür bekannt, dass er sich bestens auf der Bühne verausgabt. Mit einem exzellenten Auftritt auf dem Rock Hard Open Air 2011 und der erfolgreichen Tour mit Saxon kommen VANDERBUYST nach Berlin!

Sie werden nicht alleine sein, denn im Gepäck gibt es die super Nachwuchsbands ALPHA TIGER, BLIKSEM und SPACE CHASER! Nicht irgendein Support den wieder keine Sau kennt. Alle Bands wurden extra von uns für dieses Event ausgesucht! Jeder Thrashmetal und Hardrockfan sollte sich an diesem Abend blicken lassen. A fucking Night To Remember!




Hier alle Infos auf einem Blick.
BERLIN METAL LEGION präsentiert

05.11.2011 - WHITE TRASH FAST FOOD

VANDERBUYST (NL)
www.vanderbuyst.com

"Fuck yeaaaahhhh, ihr verdammten Hosenscheisser hinter euren Trutzburgen aus Pro-Tools und Computersoftware, mit denen ihr die Musikwelt bescheisst und euch selbst in die Taschen lugt - hier kommen VANDERBUYST, und rocken euch diesen ganzen widerlichen Scheissdreck bis zum Rachenzupfchen in den Arsch!" • Rock Hard Magazin

ALPHA TIGER (GER)
www.alphatiger.de

BLIKSEM (BEL)
http://www.myspace.com/bliksem666

SPACE CHASER (GER)
https://www.facebook.com/pages/Space-Chaser/209601149056753

Einlass 18 Uhr
Beginng: 18:30

VVK: 8 Euro | AK: 10 Euro

Tickets könnt ihr ab September 2011 bequem über unsere Facebookeite (siehe Tickets) bestellen, oder über

www.berlin-metal.de/p/ticketshop.html.

Alle gängigen Zahlungsmethoden werden akzeptiert.
Fragen zu dem Ticketverkauf bitte an: info@berlin-metal.de

„Vanderbuyst“ klingt so begeisternd live, so überwältigend ehrlich, so hinreißend handgemacht und so unfassbar echt, dass selbst der taubsten Nuss nach einmaligem Durchlauf bewusst werden dürfte, wie beschissen und verlogen der größte Teil der aktuellen Neuerscheinungen tönt.

- Rock Hard Magazin

Das gleichnamige Debüt der Holländer ist ein absolutes Muss für alle Hardrock/Metal-Fans, die auf wunderbare, leicht-flüssige Melodien stehen und natürlich ein Faible für die Götter THIN LIZZY haben – ganz großes Oldschool-Kino.

- Powermetal.de

VANDERBUYSTs Debütalbum lebt von seinem grandiosen Gitarrenspiel und seiner authentischen Retro-Atmosphäre genauso, wie vom schnörkellosen und auf den Punkt kommenden Songwriting. Ein mehr als gelungener Einstieg!

- Musikreviews.de

Von den immer wieder neu entstehenden Retro-Bands darf man dieser niederländischen Truppe ruhig seine Aufmerksamkeit schenken. Denn sie verstehen sich auf das Songwriting der Ära, der sie fröhnen, und noch mehr auf dessen musikalische Umsetzung.

- metal1.info

"Vanderbuyst" schießt Energie und Lebendigkeit in die Richtung alljener, die bei Drei noch keinen Platz zum Verstecken gefunden haben. Das Debüt des Vánschen Neuzuganges ist genau das, was man sich laut Label unter "70’s/80’s Hard Rock, Classic Rock and early NWoBHM" im Allgemeinen vorstellt - und ein Stück weit mehr.

- Metalnews.de


Freitag, 19. August 2011

Dead Man - Tour durch Europa


DEAD MAN sind vielleicht einige von euch schon bekannt. Sie bestehen aus Mitgliedern der Bands WITCHCRAFT, GRAVEYARD und NORRSKEN und produzieren wirklich amtlichen Rock a lá Black Sabbath und Jethro Tull. Die Band existiert eigentlich schon eine ganze Weile, wurde aber erst vor kurzem wieder reaktiviert und geht demnächst auf Europa Tour. Ein musikalischen MUSS-Erlebnis.

23/09/2011 GOTHENBORG (SWE) - JAZZHUSET
24/09/2011 COPENHAGEN (DK) - UNGDOMSHUSET
26/09/2011 DUISBURG (GER) - STEINBRUCH
27/09/2011 BRAUNSCHWEIG (GER) - HAIFISCHBAR
28/09/2011 BERLIN (GER) - JÄGERKLAUSE
29/09/2011 HALLE (GER) - CLUB VL
30/09/2011 WÜRZBURG (GER) - IMMERHIN
01/10/2011 ASCHAFFENBURG (GER) - UNSAGBAR
02/10/2011 SIEGEN (GER) - VORTEX MUSIC CLUB
03/10/2011 HEIDELBERG (GER) - KOSMODROM
04/10/2011 VIENNA (AUT) - ARENA
05/10/2011 LJUBLJANA (SLO) - CLUB GROMKA METAL KOVA
07/10/2011 COTTBUS (GER) - BLUE MOON FESTIVAL


www.facebook.com/deadmanmusic

Highway by Crusher Records

Freitag, 12. August 2011

Judas Priest - Live Review O2 World Berlin

Berlin, O2 World Konzertbericht – 9.8.2011
Judas Priest, Sabaton

Erst noch vor ein paar Tagen, spielten JUDAS PRIEST als einer der Headliner, auf dem WACKEN OPEN AIR 2011 und die Erwartungen waren sowohl auf dem Festival, als auch in der O2 World sehr hoch. Zu meinem Glück hatte ich die Ehre beide Shows erleben zu dürfen. Auf dem W:O:A: machten sie eine super Figur und spielten besser als erwartet vor dem, durch aus, feierfreudigen Publikum. Doch wie kommen sie heute Abend an?

Zunächst geht es für SABATON auf die Bühne und schnell wird klar, dass sie ein gelungener Opener sind. Die Schweden konnten sich in den letzten 2 Jahren eine riesige Fanbasis aufbauen und so merkte man auch, dass schon viele Fans der Band vor Ort waren und ohne große Probleme die Texte mitgrölen konnten. Sänger Joakim bedankte sich dafür auch mehr als einmal beim Publikum und genoss sichtlich die Tatsache, der heutige Opener zu sein. SABTON bekamen zwar nicht den besten Sound ab, aber das machte überhaupt nichts. Die Band war witzig, spielfreudig und sichtbar dankbar. Ein gelungener Auftritt!

Für JUDAS PRIEST ging es nun ans eingemachte. Fast jeder Anwesende an dem Abend wusste nun, es könnte einer der letzten Auftritte sein. Aber nur fast jeder wusste das. Unsere Fotografin durfte im Fotograben noch vor der Show noch einen netten Dialog zwischen zwei weiteren Fotografinnen verfolgen.
“Du sag mal wie heißen die noch mal die jetzt spielen?”
“Na Judas Priest oder so.”
“Ne, da steht doch Epitaph auf dem Vorhang”.

Zu mindestens wussten wir nun, dass auch alle Akkreditierungen bzw. Fotopässe gerecht rausgegeben wurden.

JUDAS PRIEST belohnten die Zuschauer im Vorfeld mit BLACK SABBATH’s “War Pigs” und dröhnten gleich zu Beginn mit “Rapid Fire” los. Die Show glich zwar, der in WACKEN um einiges, aber das machte nichts, denn die Setlist ließ kaum Wünsche offen. Anfangs kommt die Show etwas schleppend daher, aber spätestens nach “Nightcrawler” kann sich im Publikum kaum noch jemand halten. Die O2 Arena war im Gegensatz zum IRON MAIDEN Konzert, noch vor ein paar Wochen, eher spärlich gefüllt, aber eine nette positive Stimmung kam dennoch auf. Rob Halford erfreut sich bester Laune und kann auch stimmlich glänzen. Zu mindestens beherrscht er alle Texte und schlimmer singen, konnte man ihn auch schon hören. Der Sound war, wie auch schon auf dem W:O:A:, einfach zu laut und so bringt es kaum etwas, wenn man bei “Breaking The Law” die Zuschauer mitsingen lässt.

Der neue Mann an der Gitarre, namens Richie Faulkner, hinterlässt einen super Eindruck, in dem er mit viel Spielfreude glänzt, doch irgendwie beschleicht einem aber auch die ganze Zeit das Gefühl, dass das hier gar nicht nach einem Ende aussieht, sondern eher nach einer normalen Tour, die richtig gut läuft. JUDAS PRIEST sind in einem sehr guten Zustand und warum sollte man ans aufhören denken? Man weiß zumindest, dass noch eine Platte geplant ist und auch dafür wird es sicherlich noch einige Konzerte geben. Wir können uns also erneut auf sie freuen.

Setlist JUDAS PRIEST

War Pigs (als Intro)
(Black Sabbath)
Battle Hymn (als Intro)
Rapid Fire
Metal Gods
Heading Out to the Highway
Judas Rising
Starbreaker
Victim of Changes
Never Satisfied
Diamonds & Rust
(Joan Baez Cover)
Dawn of Creation
Prophecy
Night Crawler
Turbo Lover
Beyond the Realms of Death
The Sentinel
Blood Red Skies
The Green Manalishi (With the Two Pronged Crown)
(Fleetwood Mac Cover)
Breaking the Law
(Zuschauer übernehmen die Vocals)
Painkiller

Encore:
The Hellion
Electric Eye
Hell Bent for Leather
You've Got Another Thing Comin'

Encore 2:
Living After Midnight

Review von Patrick Berus
Fotos von Evelin Flöther

Freitag, 22. Juli 2011

Evanescence - Konzerte in Deutschland


EVANESCENCE kommen für wenige Konzerte nach Deutschland. Folgende Städte werden besucht.

17.11.2011 Do. Offenbach / Stadthalle
18.11.2011 Fr. Düsseldorf / Mitsubishi Electric Halle (Philipshalle)
20.11.2011 So. Berlin / Columbiahalle
21.11.2011 Mo. München / Zenith

Allgemeiner Vorverkauf: 25.07.2011, 09:00 Uhr, www.eventim.de

Donnerstag, 21. Juli 2011

Verlosung - 2x2 Freikarten für Gorgasm


Mit freundlicher Unterstützung vom K17 Berlin verlosen wir 2 x 2 Tickets für das GORGASM Konzert am 31.08.2011 im K17.

"Die Musik von GORGASM berührt die purste Essenz dessen, was Brutal Death Metal Goregrind sein sollte. Songtitel wie "Lesbian Stool Orgy" und "Post Coital Truncation", Songintros von Kotzklängen, B-Horror-Film-Clips, die glorreichen Schreie gequälter Frauen, konstante, Double-Bass-Attacken ohne Ende, jede Menge bizarr technische Riffs, psychotische Gitarrensoli (mit trotz allem einer Menge KÖNNEN!), grunzende Vocals gemeinsam mit abartigem Röcheln, Stöhnen und Grunzen (drei verschiedene Sänger wechseln sich hier ab)!

Für die Musik von GORGASM haben DYING FETUS oder einer schnelleren Version von SUFFOCATION Pate gestanden.
"

Wenn ihr gewinnen wollt, solltet ihr uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Goregasm" und deinem kompletten Namen an verlosung@berlin-metal.de bis zum 28.08.2011 schicken!

Die Gewinner werden von uns schriftlich benachrichtigt. Allen BML Mitarbeitern ist es untersagt an der Verlosung teilzunehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eventinfo:

Gorgasm
+ Defeated Sanity + Amagortis

Datum:31.08.2011
Ort:

K17
Einlass:20:00


Samstag, 16. Juli 2011

Ghost - Exklusives Konzert in Berlin


GHOST bekommen in diesem Jahr wohl nicht genug von Berlin und besuchen uns 2011 ein 2tes Mal. Das ist gar schön zu hören!

24.11.2011 - Festsaal Kreuzberg Berlin

Allgemeiner Vorverkauf: 19.07.2011, 09:00 Uhr, www.eventim.de

Mittwoch, 13. Juli 2011

In Solitude - Weitere Tourdaten


Die schwedischen Newcomer geben für den Sommer weitere Tourdaten bekannt. Zu sehen gibt es die Jungs an folgenden Orten.

15/07/11 – FI – Lieto - Hammer Open Air
05/08/11 – DE – Berlin – The Ace Berlin
06/08/11 – DE – Wacken - Wacken Open Air
25/08/11 – NO – Bergen - Hole In the Sky Festival
27/08/11 – DE – Mülheim – Hellbangers Fest
22/10/11 – UK – London - Live Evil Festival
26/11/11 – DE – Lörrach - Metal Forces Festival

Donnerstag, 30. Juni 2011

Papa Roach - Exklusivkonzert in Berlin


Letztes Jahr haben PAPA ROACH noch vor ausverkauftem Haus im Huxley gespielt. Dieses Jahr lassen sie sich was ganz besonderes einfallen. Die amerikanischen Crossover-Helden setzen 2011 auf Klasse statt Masse und spielen am Samstag den 02.07. im Zuge ihrer Europa-Tournee ein exklusives Konzert im Berliner WHITE TRASH vor 300 Gästen.
Der Ticketverkauf findet ab sofort im White Trash Restaurant statt.
First come…First served…


Datum: Samstag 02.07.2011
Tickets: 30,00€
Einlaß: 20.00 Uhr

Adresse:
WHITE TRASH
Schönhauser Allee 6-7
10119 Berlin

Zudem wird es eine AFTER SHOW PARTY im WHITE NOISE CLUB plus SPECIAL SECRET DJ geben!

Für weitere Informationen besucht bitte:
www.whitetrashfastfood.com



Montag, 27. Juni 2011

DIO Disciples - Live Review C-Club Berlin


Berlin, Columbiaclub Konzertbericht – 22.6.2011
The Rods, DIO Disciples

Am 16. Mai 2010, also vor etwas mehr als einem Jahr, verließ Ronnie James Dio diese Welt und lies viele trauernde Fans zurück. Er ging als einer der größten Rocksänger aller Zeiten in die Musikgeschichte ein, und wer noch einmal die Chance hatte, ihn live zu sehen, der kann sich glücklich schätzen. Nach einigen Tributveranstaltungen und unzähligen Coversongs, die einem teilweise die Tränen in die Augen trieben, gibt es nun eine ganze Tour, deren Ziel es ist, Dio Tribut zu zollen. Mit dabei sind die ehemaligen Begleitmusiker Dios Rudy Sarzo (Bass, 2004-2010), Simon Wright (Drums, 1990-1991, 1998-2010), Craig Goldy (Guitar, 1986-1988, 1999-2002, 2003-2010) und Scott Warren (Keyboard, 1993-2010), die Gesangsparts des Meisters übernehmen Tim „Ripper“ Owens (Beyond Fear, Ex-Judas Priest, Ex-Iced Earth) und Toby Jepson (Gun, Toby and the Whole Truth, Ex-Little Angels). Wie zu erwarten, schmeckt nicht jedem Fan diese Veranstaltung, doch zumindest den Segen von Dios Witwe Wendy hat sie.
Die Fans sind dennoch kritisch, und viele bleiben lieber zu Hause. Der Columbiaclub ist nicht mal zur Hälfte voll, was zumindest dafür spricht, das heute nur Leute da sind, die auch tatsächlich Fans sind – diese positive Betrachtungsweise wird der Veranstaltung wohl am ehesten gerecht. Die Shirtpreise sind okay, und die schön aufgemachten Tribute Shirts werden auch gekauft.

Man kann sich darüber streiten, ob eine Vorband bei einer Tribut Veranstaltung sinnvoll ist, aber zumindest sind THE RODS eine gute, passende Wahl. Nicht nur, dass David Feinstein dort spielt, auch musikalisch passen THE RODS gut in einen traditionsbewussten Abend wie den heutigen rein, denn sie sind nicht nur seit ca. 1980 aktiv, sie klingen auch so. Und das gefällt den Leuten, jedenfalls wird das Trio lautstark abgefeiert. Und das durchaus zu recht, denn das Material ist definitiv gutklassig, und auch wenn David Feinstein die Doppelbelastung Gitarre/Gesang teilweise mehr schlecht als recht schultert, gleicht das der stimmlich an Biff Byford in den Achtzigern erinnernde Bassist/Sänger Gary Bordonaro wieder aus. Alles in allem ein solider Gig.

Dann ist es Zeit für die DIO DISCIPLES und dabei speziell für die Frage, ob die beiden Sänger die Herausforderung schultern können. Die Antwort fällt wie zu erwarten aus: Dio kann man halt nicht ersetzen, aber zumindest schaffen es die beiden, seine Werke würdigend zu interpretieren, wobei es interessant ist, den Kontrast zwischen Rippers spitzer, aggressiver Stimme und Jepsons eher unaufdringlichem und warmen Charakter zu beobachten. Beide zusammen geben den Songs zumindest ein Stück von ihrem alten Glanz, und den Rest macht das Publikum. Denn die Leute sind heiß darauf, Dios Meisterwerke noch einmal hören zu können und unterstützen die großartig aufspielende Band und die beiden Sänger von vorne bis hinten. So kommt man gar nicht auf die Idee, das man hier einer Mogelpackung beiwohnen könnte, denn die Emotionen sind von vorne bis hinten echt. So erweisen sich die Sänger als respektvoll gegenüber dem verstorbenen Sänger, stellen aber ihre Freude und ihre Passion am Singen in den Vordergrund und versuchen nicht, zwanghaft Trauer zu verbreiten – man will den Meister und sein Werk feiern, wie es ihm gebührt.
Eine interessante Frage ist die nach der Gestaltung der Setlist – eine Frage, die mit dem „Holy Diver“ Banner im Hintergrund eigentlich schon mehr oder weniger beantwortet wird. Der Fokus liegt auf Dio's Solowerken, und so startet der Set auch konsequenterweise mit „Stand Up And Shout“ und „Holy Diver“ als Doppelopener – vor allem für ersteres ist Rippers Stimme wie gemacht. Ebenso werden „Don't Talk To Strangers“ und „Egypt (The Chains Are On)“ - letzteres von Jepson gänsehautverursachend umgesetzt. Später sind noch „King of Rock'n'Roll“, „Straight Through The Heart“, „Killing the Dragon“, „The Last In Line“ sowie als Zugabe „Rainbow In The Dark“ und „We Rock“ dran. Ergänzt wird das Material die vier Rainbow Songs „Catch The Rainbow“, „ Man On The Silver Mountain“, „Stargazer“ sowie „Long Live Rock'n'Roll“ und die drei Black Sabbath Songs „Children of the Sea“, „Neon Nights“ und „Heaven And Hell“. Mir persönlich fehlen noch eine ganze Reihe von Songs, und ich schätze mal, das wird jedem so gehen. Aber zumindest ist die Setlist recht ausgewogen, denn bei einer Dio Tribute Veranstaltung ist es nur recht und billig, den Fokus auf sein Schaffen als Solokünstler zu legen.

Fazit: Definitiv eine der besseren Tributeveranstaltungen. Ruhe in Frieden, Ronnie James Dio.

Review von Felix Patzig

Montag, 20. Juni 2011

Foo Fighters - Live Review Wuhlheide Berlin


Berlin, Kindl Bühne Wuhlheide Konzertbericht – 18.06.2011
Band Of Horses, Foo Fighters
Special Guest: Lemmy Kilmister

Berlin befindet sich seit 2010 an einem interessanten Punkt was das Thema Livekonzerte angeht. Wir haben vor allem das Glück, dass viele hochkarätige Bands keinen Bogen um uns machen, aber dafür geht einem auch schnell mal das Geld dafür aus. Nachdem System Of A Down vor ein paar Tagen, in der Berliner Kindl Bühne Wuhlheide, ordentlich Staub aufgewirbelt haben, kommen nun auch noch die FOO FIGHTERS vorbei geschnallt. Wer denkt, dass es an diesem Abend weniger laut und rockig zur Sache geht hat sich ordentlich geirrt. Das Publikum reist aus ganz Europa, sehr zeitig an und das anlegende FEZ sorgt schon im Vorfeld für gute Unterhaltung, denn es ist immer wieder ein Spaß mit der kleinen „Bimmelbahn“ an den Haupteingang der Bühne zu fahren. Nachdem es den ganzen Tag in Berlin geregnet hat, verabschiedet sich rechtzeitig das, im wahrsten Sinne des Wortes, Dreckswetter und macht den Himmel für ein grandioses Konzerterlebnis frei.

Bevor es aber ordentlich Rock um die Ohren gibt, stürmen die BAND OF HORSES ruhig und geschmeidig die Bühne. Leider hinterlässt die Band mit ihrem sanften, schmuse Poprock keinen besonderen Eindruck bei mir und lässt die Leute eher schläfrig werden. Es gibt lobenden, aber leisen Applaus für die Band und passend zum Abend, wurde diese Band nun wirklich nicht ausgewählt. Hätten die FOO FIGHTERS einen Akustikabend vor sich, wäre diese Band eventuell was für die Zuschauer gewesen, aber man merkt eindeutig, dass die 17.000 Besucher nur noch eine Band wollen.

Eine dreiviertel Stunde später geht es dann auch schon los und ohne lange zu zögern gehen die FOO FIGHTERS locker auf die Bühne, winken kurz noch und legen mit „Bridge Burning“ und „Rope“ ordentlich los. Dave Grohl erklärt danach erst einmal, dass heute mehr gerockt, statt gelabert wird und damit ist nun wirklich jeder einverstanden. „The Pretender“ sorgt dann auch gleich mal für die erste pulsierende Masse und die Stimmung steigt und steigt. Die Band selber denkt nicht mal im kleinsten daran das Gaspedal los zu lassen und haut uns mit „White Limo“ den nächsten Kracher um die Ohren. Zwar hat die Band an diesem Abend keinen besonders großen Bühnenaufbau bereit gestellt, aber mehrere bunt flackernde Monitore und eine schöne Lichtshow sorgen dennoch für großes Staunen. Erst bei „Arlandria“ geht die Band etwas langsamer zu Werke, aber im Anschluss folgt schon „Breakout“ und das Publikum geht ein zweites Mal steil. Mit „Cold Day In The Sun“ und „Stacked Actors“ kommt nun auch mehr Abwechslung auf und Dave Grohl rennt mehrere Male auf der Mittelbühne rauf und runter. Auch wenn er nicht der beste Sologitarrist der Welt ist, ist er einfach mal ein Bild von Manne. Wenn nicht sogar, einer der coolsten Rocker überhaupt. Bis auf Schlagzeuger Taylor Hawkins, der auf einem großen Pult gut zur Geltung kommt, findet das Geschehen der Band eher im Hintergrund statt. Die Band selber, lebt also von Dave und das macht er mehr als großartig. Mehrmals am Abend wechselt er die Gitarre, bangt ordentlich seinen Kopf, ist verdammt witzig und singt durchweg hervorragend. Mit „Wheels“ legt Dave dann ein Solostück hin und beweist, dass er auch alleine auf der Bühne funktioniert. Das Publikum singt fleißig mit und im Anschluss geht es weiter mit „Times Like These“. Anfangs noch im Alleingang, steigt am Ende die Band wieder mit ein und der letzte Teil des Konzertabends beginnt. Nun wird es Zeit für eine Überraschung und kein anderer als Lemmy Kilmister himself stürmt die Bühne. Die Harte Fraktion des Publikums ist nun völlig außer Freude und zusammen mit den FOO FIGHTERS wird das Probot Stück „Shake Your Blood“ gespielt. Nachdem der MOTÖRHEAD Fronter die Bühne verlässt wird er noch mit lauten „Lemmy! Lemmy! Lemmy!“ Schreien verabschiedet. Was für ein Highlight!
Dave Grohl hat nun auch keine Lust mehr und erzählt dem Publikum, dass es nun keinen Sinn mehr macht weiter zu spielen. Denn eben war der King of Rock ´N Roll auf der Bühne und wie sollte man das jetzt noch toppen? Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es mit „All My Life“ ordentlich weiter. Mit „Best Of You“ wird es nochmal ruhiger bevor die Band sich mit „Skin And Bones“ und dem Hit „Everlong“, grandios von Berlin verabschiedet.

Fazit: Natürlich hätte sich jeder FOO FIGHTERS Fan den einen oder anderen Song mehr gewünscht, aber mal ganz ehrlich. Dieser Abend ließ eigentlich keine Wünsche übrig. Der Sound war durchweg gut, die Songs wurden gekonnt ausgewählt und ey…fucking Lemmy! Mit der Spielzeit hat die Band die maximale Spielzeit in der Wuhlheide ausgereizt, denn eigentlich ist dort am Wochenende um 23Uhr Schluss und die FF waren 15min darüber. Also bitte kommt so schnell es geht wieder zurück!

Setlist Foo Fighters:

Bridge Burning
Rope
The Pretender
My Hero
Learn to Fly
White Limo
Arlandria
Breakout
Cold Day in the Sun
Stacked Actors
Walk
Monkey Wrench
Let It Die
Generator
Wheels
(Dave solo)
Times Like These
Young Man Blues
(Mose Allison cover)
Shake Your Blood
(Probot cover) (with Lemmy Kilmister)
All My Life
Best of You
Skin and Bones
Everlong

Review von Patrick Berus

Zita Rock Festival 2011 - Live Review Zitadelle Spandau


Berlin, Zitadelle Spandau Festivalbericht – 18.06.2011 - 19.06.2011
Zita Rock Festival 2011

Es ist eine schöne Tradition, dass im Juni in der Zitadelle Spandau ein Festival für die Gothic Szene sowie Fans von Mittelalter- und Folkklängen abgehalten wird. Während dieses Festival im letzten Jahr noch in “Zita Rock“ und „Zita Folk“ eingeteilt wurde, nennt man es dieses Jahr einfach nur Zita Rock. Das ist griffig und gut zu merken, auch wenn es nur mäßig auf das Programm passt, das der Natur der Sache entsprechend mindestens genauso viel auf elektronische wie auf gitarrenlastige Klänge setzt.
Während es die Sonne im letzten Jahr laut Augenzeugen schon fast etwas zu gut meinte, ist dieses Jahr das Gegenteil der Fall: Sonnenschein ist Mangelware, Wasser bekommt man hingegen in großen Mengen aus den Himmelsschleusen geliefert – allerdings nicht in praktischen Halbliterflaschen, sondern nur tröpfchenweise. Das dürfte Veranstaltern, Bierständen u.ä. recht nachhaltig auf die Bilanz geschlagen haben, zeitweise hat man den Eindruck, dass die Regenponchos sehr viel besser gehen als der Gerstensaft. Das die Preise auf diesem Festival durchgängig recht gesalzen sind, macht es aber auch recht einfach, die Brieftasche an Ort und Stelle zu belassen, zumal auch das Ticket in Relation zu Programm und Billing definitiv eher Obersegment ist. Auch an den Ständen kann man sehr schnell sehr viel Geld lassen. Teilweise werden einfache, nicht aktuelle CD's für 16 € verhökert, für 10 € hingegen eher selten. Die zahlreichen Accessoire Stände dürften hingegen von dem Sauwetter zumindest ein bisschen profitiert haben, denn sie sind überdacht, und der eine oder andere Gelegenheitskauf wird sich sicherlich ergeben haben. Für mich als Metaller etwas gewöhnungsbedürftig: Bandshirts o.ä. sind kaum zu bekommen, wer hingegen Dunkelplunder vom Gehstock bis zum Umhängekreuz (teils auch Kruzifix) sucht, wird sicherlich fündig werden.
Durch das Wetter bedingt, ist die ganze Veranstaltung eher spärlich besucht, und nur sehr wenige Bands schaffen es tatsächlich, den Platz vor der Bühne voll zu bekommen. Auch die Stimmung ist im Durchschnitt recht verhalten. Der Sound ist durchwachsen, bei einigen Bands richtig gut, bei anderen geht Gesang und/oder Gitarre unter den Elektroelementen unter.

Samstag:
Zin: Der Opener des Zita Rock 2011 heißt ZIN und ist für die meisten Besucher ein unbeschriebenes Blatt. Ob das ein ernsthafter Verlust an Erfahrung ist, sei mal dahingestellt, denn das Quintett ist kaum mehr als eine mittelmäßige Placebo Kopie. Der Gesangsstil, die Synthies, die meist schrammelnde Saitenfraktion, das beckenlastige Schlagzeug, alles klingt nach Placebo, bis auf eins: Placebo haben definitiv fähigere Musiker. Vor allem Drummer Mika spielt so unpräzise und fehlerbehaftet, dass zwangsläufig die Frage aufkommt, ob einer der fünf bis sechs Joints von heute Morgen vielleicht schlecht war. Der einsetzende Regen verbessert die Stimmung naturgemäß auch nicht. ZIN gehören eindeutig (noch?) nicht auf die Festivalbühnen, sondern in den Proberaum.

Mono Inc.: Zu MONO INC. füllt sich der Vorplatz vor der Bühne. Die Band steigt, anders als bei ihren Headlinershows, mit „This is the day“ in ihre 50 Minuten ein und konzentriert sich auch sonst auf ihre Essenz, was nichts anderes bedeutet, als das es einen Best-Off Set gibt, der nur wenige neue Songs vom „Viva Hades“-Album umfasst. Das ist löblich und bei einer so kurzen Spielzeit auch unbedingt notwendig, um keine Stimmungslöcher entstehen zu lassen. Und während Kritiker weiterhin über das mäßig innovative Songmaterial die Stirn runzeln, lassen sich Fans, Gelegenheitshörer und Genrefetischisten vom Charisma der Band, die in verschiedenen, teils recht albernen, aber zumindest doch unterhaltsamen parade-militärisch angehauchten Kostümen über die Bühne turnt, fesseln und feiern den Vierer. Das „The Passenger“ Cover ist weiterhin starke Geschmackssache, dafür hat man mit „Voices of Doom“ noch einen Hit in der Hinterhand.

Zeraphine: Mit ZERAPHINE wird es etwas süßlicher. Und weil Zucker höchst wasserlöslich ist, löst sich auch das Publikum im einsetzenden Platzregen teils fluchtartig auf, weshalb ZERAPHINE mit einem nicht unerheblichen Stimmungstief zu kämpfen haben. Obwohl der Regen im Laufe des Sets nachlässt und zum Ende hin komplett aufhört, kommen die Fans nur sehr zögerlich zurück. Dementsprechend gehen ZERAPHINE heute als Verlierer vom Platz. Sie selbst scheint das allerdings kaum zu stören, denn sie ziehen ihre Show trotz allem souverän durch. Was die musikalische Darbietung an sich angeht: Sie ist, wie bereits erwähnt, sehr süßlich und klebrig, und wer sein musikalisches Mahl honiglastig mag, der wird definitiv zufrieden gestellt. Sein Steak sucht man sich aber besser woanders.

Project Pitchfork: Von nun an wird es noch elektrolastiger. PROJECT PITCHFORK machen Industrial mit nur geringem Gitarrenanteil. Musikalisch ist das in erster Linie tanzbar, und rein qualitativ ist auch kaum etwas gegen die musikalische Darbietung zu sagen – nicht umsonst zählen PROJECT PITCHFORK zu den erfolgreichsten Acts des Genres. Was sich hingegen negativ bemerkbar macht, ist die optische und ästhetische Ähnlichkeit zu Rammstein – vor allem Sänger Peter Spilles erinnert in Performance und Gestik krass an Till Lindemann, mit einem Schuss unmelodischerem Krächzen im Gesang. Das kann einen stören – muss es aber nicht, und die Fans feiern die Industrial Helden ab.

Blutengel: Zu BLUTENGEL kommt dann zum ersten Mal die Sonne raus. Das freut die Besucher und die Band, ist für die Wirkung der Show, die viel auf Lichteffekte und Feuer setzt, tendenziell eher kontraproduktiv, denn das natürliche Sonnenlicht nimmt den Showeffekten einen Gutteil ihrer Wirkung. In seiner Gesamtheit erinnert der Gig eher an eine Art Düstervarietee als an ein Konzert. Das ist auch nur logisch, denn die rein elektronische Musik von BLUTENGEL ist nun mal nicht besonders performancetauglich. Dementsprechend müssen neben den SängerInnen einige Tänzerinnen, Feuerspuckerinnen etc. ran, um die Lücke zu füllen. Das reizt das Auge ohne Frage, allerdings fehlt dem geneigten Fan der handgemachten Musik ziemlich schnell der Ansatz – es gibt nun mal einen Unterschied zwischen einem Konzert und einer Tanzaufführung mit Musikuntermalung. Den durchaus zahlreichen BLUTENGEL Fans ist das augenscheinlich egal, sie bejubeln die Songs und die dazugehörigen Einlagen gleichermaßen.

Eisbrecher: EISBRECHER präsentieren sich heute als Meister der Zeremonie, der sämtliche Rivalen des Tages auf die Ränge verweist. Trotz eingespielter Synthies rockt die Band angenehm organisch und präsentiert dem Publikum Songs wie „Eiszeit“, „Heilig“, „Schwarze Witwe“, „This is Deutsch“ oder „Miststück“. Dabei machen auch diese fünf Musiker nichts grundlegend neues, aber sie wissen es wie nur wenige andere Bands zwischen Gothic Rock und NDH, ihre Nische komplett auszunutzen und können dementsprechend stärkeres und vor allem abwechslungsreicheres Songmaterial vorweisen. Dessen sind sie sich durchaus bewusst, und wie jedermann weiß, war falsche Bescheidenheit noch nie ein Fehler von Frontmann Alex. Dementsprechend kann er es sich auch nicht nehmen, gegen einige der anderen Bands etwas zu sticheln, was ihm aber niemand ernsthaft übel nimmt. Überhaupt ist der Frontmann gut drauf, verteilt Whiskey und Handtücher, lobt seinen Roadie tatsächlich mal und gibt sich sehr kommunikativ und humorvoll. Auch gesanglich kann er überzeugen, genau wie seine Bandkollegen an ihren Instrumenten. Vor allem Schlagzeuger Achim Färber glänzt mit hartem Punch, der der Musik noch einmal Extra Drive gibt. Und so sind EISBRECHER definitiv Tagessieger und beweisen einmal mehr, das sie neben der offensichtlichen (und tatsächlich nur mäßig spannenden) Provokation auch eine reale künstlerische Existenz zu bieten haben. Und nebenbei ziehen sie noch das größte Publikum des Festivals vor die Bühne.

Sonntag:
Qntal: Der Bandname liest sich erst einmal unartikulierbar, wird aber „Quantall“ ausgesprochen. Und QNTAL erwischen mit Geige, zwei Sopranstimmen, Gitarre, Synthie und Schlagzeug einen ziemlich guten, weil treibenden Start. Sie interpretieren diverse Mittelaltertexte auf leicht rockende, teils psychedelisch angehauchte Weise. Leider geht den Musikern ziemlich schnell die Luft aus, so dass sie das Publikum zu langweilen beginnen. Die gesichtslosen Ansagen machen die ganze Chose auch nicht besser. Schmerzhaft wird es, als sie „Tempus Est Iocunbum“ aus der Carmina Burana interpretieren. Trotz der teilweise schönen Ansätze muss noch viel geübt werden.

Teufel: Das der TEUFEL im Mittelalter als eher unangenehmer Zeitgenosse wahrgenommen wurde, liegt vermutlich daran, dass er damals noch nicht live auftreten konnte. Denn trotz pathetisch gesprochenem Intro und Texten wie „Todesengel“, „Der dürre König“, „Das Moritat von Mackie Messer“ oder „Kalt ist mein Herz“ kommt der niedlich gehörnte Kerl eher knuffig und sympathisch als wirklich schrecklich und böse rüber. Heute präsentiert er sich zum ersten Mal unter seinem Namen vor Publikum, und mit einer tollen Begleitband demonstriert er die Livetauglichkeit seines Albums „Absinth“. In grauen Uniformen und bis auf den Schlagzeuger maskiert helfen die Proberaumgenossen TEUFEL, seine Songs umzusetzen. Interessant dabei vor allem der Gitarrist – sein Stil ist definitiv Industrial Rock/Metal lastig, dabei aber sehr variabel und häufig melodisch. Ähnliches gilt für das Drumming, das einerseits maschinell und gradlinig die Musik vorantreibt, dabei aber auch gerne und effektiv variiert, ohne dabei den Faden zu verlieren. Ein starker Liveauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht.

End of Green: END OD GREEN ist sicherlich die bodenständigste Band des Festivals. Es gibt keine Show, keine Effekte, einfach nur unaufgesetzte Spielfreude und Begeisterung für die eigene Musik. Das beeindruckt und ist auch eine angenehme Abwechslung in einem Billing von spezialgefertigten Bühneklamotten und häufig übertrieben posigem Gehabe. END OF GREEN haben das nicht nötig, sie reißen einfach mit – selbst dann, wenn man, wie ich, mit dem Songmaterial an sich nicht so tierisch viel anfangen kann. Wenn man so viel Spielfreude und gute Laune sieht, fragt man sich, wieso der Fünfer als Depri-Band vermarktet wird. Rein musikalisch ist das ganze härterer, melancholischer Alternativ Rock, der sicherlich mehr Freude macht als zum Ritzen anregt. Eine Randbemerkung: Am Bühnenrand steht der Nachwuchs und spielt Gitarre und filmt. Vielleicht sollte einer der kleinen Fratz Frontmann Michelle die dritte Gitarre abnehmen, damit der Kerl sich auf seinen Gesang konzentrieren kann. Seiner Ausstrahlung würde das sicherlich gut tun.

Samsas Traum: Diese Band um Alexander Kaschte scheint zu polarisieren. Es gibt eine eingeschworene, fanatische Fanbase (von der ein großer Teil heute anwesend ist), aber auch diverse Hasser. Die Aufregung erschließt sich mir beim Livegenuss nicht so recht: Das Songmaterial tut nicht weh, läuft größtenteils gut ins Ohr, bleibt aber nur selten lange im Kopf kleben. Immerhin gibt es die ersten Double Bass Attacken des Festivals, was den Hals sofort zur Bewegung verhilft. Die Begleitband besteht inzwischen aus recht unbekannten Namen, die ihre Sache aber gut machen und auch den einen oder anderen Akzent setzen können. Die Aufmerksamkeit zentriert sich allerdings auf Sänger Kaschte, der heute wohl seinen freundlichen und sogar großzügigen Tag hat, denn verschiedene Shirts und CD's wandern von seiner Hand in die Menge. Rein gesanglich weiß er durchaus zu überzeugen, seine Art ist hingegen eher unfreiwillig komisch. Das Set liegt naheliegenerweise ausschließlich auf den melodischen Gotic Rock Sachen und lässt den Pseudo Black Metal weitgehend außen vor.

Schandmaul: Trotz wieder einsetzendem Regen schafft es die dauergutgelaunte Spielmannstruppe SCHANDMAUL ohne Probleme, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Dabei ist Frontmann Thomas heute bewegungstechnisch grob eingeschränkt – er trägt aufgrund einer Fußballverletzung einen Arm in der Schlinge und kann sich dementsprechend nur gemächlich bewegen. Seine Gitarrenparts übernimmt der Gitarrenroadie, und das wilde Herumgehüpfe fehlt halt. Und tatsächlich, die Bühne kommt einem leerer vor als sonst. Davon lassen sich aber weder Band noch Fans die Laune verderben. Mit Songs wie „Traumtänzer“, „Auf hoher See“ (leider ohne Akkordeon), „Kein Weg zu weit“, „Assassine“ oder „Walpurgisnacht“ wärmen sich die Leute schnell wieder auf, während die Band aus dem Strahlen gar nicht mehr herauskommt.

Apokalyptica: Obwohl APOCALYPTICA eine nicht ganz so große Menge vor die Bühne ziehen können wie Eisbrecher am Tag davor, sind sie doch definitiv der Höhepunkt des Tages. Und so werden die brachialen Eröffnungssongs „2010“, „Grace“ und „Master Of Puppets“ abgefeiert, wie es sich für diese Songs gehört. Der Nacken bewegt sich, die Hände gehen nach oben, die Stimme verlangt nach Betätigung. Leider kommt danach zu den Songs „End Of Me“ und „Bring Them To Light“ Tipe Johnson auf die Bühne, um die Gesangsparts zu übernehmen. Man sagt Reviewschreibern ja gerne nach, dass sie einige Bands oder Musiker nur aus Spaß an der Freude auseinander nehmen. Das ist nicht die Wahrheit, führt aber vielleicht ein wenig dahin, denn das Verreißen von als unfähig wahrgenommenen Musikanten ist eher ein Akt des Frustabbaus nach einer enttäuschenden Performance. Es ist also durchaus befriedigend, aber nicht aus sich heraus, sondern nur als Reaktion. Und Tipe Johnson kann einfach mal nicht singen. Der Unvokalist fällt heute nicht ganz so schlimm auf wie beim letzten Konzert in der Columbiahalle, denn der Gesang ist weiter nach hinten gemischt, doch es ist kaum zu überhören, wie weit er vor allem bei „End Of Me“ neben der Spur liegt. Und auch sein Guturalgesang hat kaum Charisma gewonnen. Am besten sind APOKALYPTICA halt doch, wenn sie alleine auftreten – zum Beispiel bei „Inquisition Symphony“, „Seek And Destroy“, „Nothing Else Matters“, Last Hope“ oder natürlich „Hall Of The Mountain King“, und davon wünsche ich mir mehr!

Fazit: Ein kleines, aber feines Festival – leider recht teuer, aber organisatorisch okay.

Für euch war auf dem Zita Rock Festival 2011: Felix Patzig

Sonntag, 19. Juni 2011

System Of A Down - Live Review Wuhlheide Berlin


Berlin, Wuhlheide Konzertbericht – 15.06.2011
Dredg, System Of A Down

Ein warmer Sommertag in Berlin. Hohe Temperaturen, Sonne brannte auf die Köpfe und mehrere Tausend Leute strömten in die Wuhlheide. Der Grund - SYSTEM OF A DOWN! Nach einer gefühlten Ewigkeit sind die Ausnahmekünstler wieder in Berlin. Nach Trennung und Solo Projekten haben sie wieder zusammengefunden und starteten ihre Reunion Tour 2011. An einem Mittwoch um 17 Uhr Einlass zu machen ist eigentlich eine Schweinerei, trotzdem füllte sich die Wuhlheide schnellstens. Pünktlich um 19 Uhr starteten dann Dredg die Show.
Die vier Jungs aus San Francisco und ihr Sound aus Alternative und Progressive Rock, gaben ihr Bestes, die 17.000 Besucher auf System of a Down vorzubereiten. Vor dem Wellenbrecher wurde mitgemacht, hinter dem Wellenbrecher hielt sich die Begeisterung aber in Grenzen. Dabei konnte man weder dem Elan der Band, noch dem Sound Vorwürfe machen, beides war wunderbar. Doch die Leute waren halt nur wegen System of a Down hier. Trotzdem ließen sich Dredg nicht von ihrer soliden Performance abbringen und schleuderten Berlin 7 Songs um die Ohren. Stilistisch waren sie vielleicht auch nicht unbedingt die passendste Band, aber was passt schon zu System? Alles in Allem war Dredg eine solide Vorband, die sich sehr viel Mühe gaben die Menge auf Sytem of a Down vorzubereiten, was ihnen in den 30 Minuten mehr oder weniger gelang.

Trotzdem war die Zeit danach um Einiges aufregender. Spätestens als der große weiße Vorhang vor der Bühne heruntergelassen wurde, drehte die Menge durch. Es waren auch nur 20 Minuten an Umbaumaßnahmen bis die eingespielte Musik stoppte und man plötzlich die ersten Töne vom "Prison Song" hörte. Mit Lichtspots sah man schon die Silhouetten der Band hinter dem Vorhang. Nachdem man mehrmals den Anfang des Songs spielte fiel der Vorhang und die Begeisterung kannte keine Grenzen mehr. Wer jetzt noch still stand machte einiges falsch. Nach dem furiosen Auftakt und dem danach folgenden "Soldier Side Intro" wurde mit "B.Y.O.B." noch eine weitere Schippe draufgelegt. Man merkte förmlich wie die Lust der Band am Auftreten wieder erweckt worden war. Auch merkte man, dass Berlin mehr als nur textsicher war, jede Nuance des Songs konnte Berlin mitsingen, mitsummen oder sonstiges. Gerade beim vierten Song "I-E-A-I-A-I-O" war man auch gefordert. Es sollten jetzt auch nur noch die besten Songs folgen, eine Setlist voller Hits also. Auch "Chop Suey!" durfte da natürlich nicht fehlen und war der große Höhepunkt der ersten Hälfte des Konzerts. Die ganze Wuhlheide sprang, sang und tanzte so gut man nur konnte. Mit steigender Euphorie des Publikums stieg aber auch die Spiellaune der Band, die immer mehr aus sich raus kam. So wurde auch das langsame "Lonely Day" von Berlin gefeiert und jeder der 17.000 Menschen begleiteten Daron beim Gesang. In dem ganzen Tohuwabohu fiel auch der erste Banner, auf dem der Schriftzug der Band zu sehen war und enthüllt wurden, nach einem großen weißen Tuch im Hintergrund, die Holy Mountains. Doch noch war es nicht Zeit für den Song. Zunächst wurde Berlin mit "Bounce" aufgefordert genau dieser Tätigkeit nachzukommen. Der ganze Innenraum der Wuhlheide war am wild herumspringen und auch auf den Rängen konnte es kaum einen halten. Nach "Kill Rock 'n Roll" gab es bei "Lost in Hollywood" ein Highlight für die Band. So gab es wirklich jemanden, der die Ränge hinaufgesurft ist. Dieser wurde auch in den letzten Zeilen des Songs von Daron verewigt. Der nächste große Höhepunkt, wobei jeder Song ein Höhepunkt an sich war, war Aerials. Nicht nur, dass Serj auch zur Gitarre griff, nein auch ganz Berlin stimmte ein und begleitete den Gesang. Und bei "Cigaro" verhalf man sich zunächst einer ruhigen Version. So sorgte es für viele Lacher als Daron mit melancholischer Gitarrenbegleitung "My Cock is much bigger than yours" sang. Natürlich folgte dann noch die eigentliche Version des Songs, wobei schon allein die ruhige Version extrem amüsant war. Aber so durfte die ganze Wuhlheide noch einmal "My Cock is much bigger than yours" brüllen. Auf der Zielgeraden gaben sich System of a Down noch einmal viel Mühe, hatten aber bestimmt nicht mit so einem verrückten Berliner Publikum gerechnet. So gab es beim Song "War?" doch wirklich einen riesigen Circle Pit im hinteren Teil des Innenraums. Selbst die Band konnte so eine Verrücktheit nicht vorhersehen. Nach "P.L.U.C.K." und "Sartarabad" ging es nun in den letzten Atemzug der Show, welcher mit Toxicity und einem großen Banner in Form des ersten Albumcovers eingeleitet wurde. Ganz Berlin holte, wie auch die Band, noch einmal alles auch sich raus und spätestens als Daron "Let's get ready to rumble" im besten Michael Buffer Stil durch die Wuhlheide brüllte, war man bereit für den letzten Song. "Sugar" bildete den Abschluss einer Show, die Berlin ewig in Erinnerung bleiben wird. Jeder gab noch einmal alles und wer jetzt noch stillstand, der war definitiv fehl am Platz. Eine Zugabe gab es nicht mehr, aber eigentlich hatte System of a Down hier alles gespielt, was das Hit-Repertoire hergab. So war nach 105 Minuten wirklich Schluss.

Wer an dieser Show was zu kritisieren hat, der hat keinerlei Ahnung von guter Live Performance. Die Band gab alles, das Publikum holte das Letzte aus sich und auch aus der Band heraus und man konnte sich eigentlich gegenseitig begeistern. Natürlich sind T-Shirt Preise von 35 € extrem abschreckend, aber wer ein Shirt will, soll das doch einfach bestellen, man war ja wegen der Musik da. Auch das System nur die nötigsten Ansagen machte, war nicht schlimm. Es waren auch dann nur die typischen Ansagen gegen Amerika und deren politisches System. Übrigens wird in den USA bald wieder gewählt, das nur als Anmerkung. Einzig schade war der frühe Beginn des Konzertes, weswegen man wegen der Sonne die Lichtshow der Wuhlheide im Prinzip gar nicht sehen konnte. Aber das wäre auch nur Kritik auf dem höchsten Niveau.
Am Ende bleibt nur zu sagen, dass System of a Down furios wieder zurückgekehrt sind. Vielleicht beglücken sie uns noch mit einem Album? Eines ist dann aber klar, dass der dazugehörige Auftritt in Berlin wieder ein Riesen-Highlight wird.

Review von Lars Nitschte

Ergänzung von Patrick: Definitiv war dies kein schlechts Konzert, aber dennoch habe ich etwas zu kritisieren. Die Spielzeit war definitiv zu kurz und auch der Sound hätte noch mehr Lautstärke vertragen. Die oberen Ränge hätten sich bedankt.
Im Gegensatz zu der letzten Show in der Treptow Arena wirkte die Band nicht gerade vertraut und glücklich, aber dafür viel fitter an ihren Instrumenten.

Was soll man schon vermuten, wenn eine Band mit mehreren Nightlinern anreist.

Setlist Dredg:

1. Ode To The Sun
2. Hung over On A Tuesday
3. Upon Returning
4. Pariah
5. The Thought Of Losing You
6. Down To The Cellar
7. Bug Eyes

Setlist System of a Down:

1. Prison Song
2. Soldier Side - Intro
3. B.Y.O.B.
4. I-E-A-I-A-I-O
5. Needles
6. Deer Dance
7. Radio/Video
8. Hypnotize
9. Question!
10. Suggestions
11. Psycho
12. Chop Suey!
13. Lonely Day
14. Bounce
15. Kill Rock 'n Roll
16. Lost in Hollywood
17. Forest
18. Science
19. Holy Mountains
20. Aerials
21. Tentative
22. Cigaro
24. War?
25. P.L.U.C.K.
26. Sartarabad
27. Toxicity
28. Sugar